Sonntag, 29. Juli 2012

Letzter Urlaubstag in Santiago

Nun ist die Zeit hier und der Urlaub allgemein schon wieder zu Ende. Zwei Wochen sind ja auch nicht allzuviel.

In der Messe hatte ich einen Stehplatz weil ich heute Morgen nicht wirklich aus den Puschen gekommen bin und mich beim Kaffee im Hotel mit den Angestellten über die hervorragenden und (relativ) preisgünstigen Mòglichkeiten in Fisterra Meeresfrüchte zu essen, verquatscht habe.

Gestern war also Muscheltag bei mir. Habe alle Arten die im Angebot waren (Miesmuscheln, Herzmuscheln, Schwertmuscheln, Jakobsmuschekn und Entenmuscheln) durchprobiert. Die interessantesten sind für mich die Percebes (Entenmuscheln), die ja eigentlich Krebse sind und im Gezeitenwasser an Felsen leben, wo sie auch geerntet werden. Es ist auch schlechthin DIE galicische Spezialität, weil nirgendwo gibt es bessere. Allerdings werden sich die Geister bei dieser Delikatesse aus dem Meer noch mehr scheiden als bei Tintenfisch, Auster und Krake. Sie sehen nàmlich wirklich sehr hässlich aus und sind deshalb ganz bestimmt nicht Jedermanns Sache.

Heute Abend werde ich auf jeden Fall noch ein paar essen, zuhause wüsste ich nicht wo, bzw. Im KaDeWe oder La Fayette schmeckt es doch nicht so gut wie hier.

Jetzt nach der Messe bin ich schon fast wie üblich beim frühstücken und schaue dem munteren Treiben zu. Für mich wird der Tag muy, muy tranquilo - also sehr, sehr ruhig.

Am Vormittag kam ein Oldie-Convoy hier an und steht jetzt auf dem Praza Obradoiro.

Unterdessen hab ich auch schon eingecheckt bzw. mir Gangplätze am Notausgang gesichert. Ist doch toll, was man Dank der Technik alles so aus dem Café erledigen kann.

















Samstag, 28. Juli 2012

Finisterre

Den Wecker hab ich gut gehört und war um halb Acht schon auf dem Weg zum Busbahnhof.
Um 9:00 Uhr fuhr dann ein Schnellbus in zwei Stunden nach Fisterra, die anderen brauchen 3 Stunden und fahren eine größere Runde.

Angekommen hab ich erstmal gefrühstückt und eine kleine Runde am Hafen gedreht. Die kurze Ùberlegung ins Wasser zu gehen hab ich schnell wieder beiseite geschoben - es ist doch recht windig heute.

Jetzt um 14:00 Uhr mache ich mich erstmal auf den Weg zum eigentlichen Kap mit Leuchtturm, an dem gemäß alter Pilgersitte nach langer Reise ein Stück der Klamotten verbrannt wird. 2007 haben wir das auch so gemacht.

Für die 2 km bergauf brauchte ich ungefähr 45 Munuten, der Rückweg dauerte 25 Minuten

Am Leuchtturm blies wieder ne ordentlich steife Brise. Als wir in Familie mit Vati, Mutti und Susi vor vier Jahren hier waren hat es uns auch fast weggepustet. Die Costa del morte ist eben nicht so ohne.

Schön zu beobachten wie es sich die Pilger hier im Ort gutgehen lassen. Nach den Strapazen der letzten Wochen haben sie es sich auch verdient. Nichts desto trotz lass ich es mir auch gut gehen ;-)

Das Wetter hielt sich den ganzen Tag recht gut, es war nur leicht bewölkt. Durch den Wind war es aber nicht zu warm, so dass ich das Baden ausfallen lies.

Jetzt ist es 17:30 Uhr und ich genieße die letzten 1,5 h bis zur Abfahrt des Busses noch in der Sonne.


















Freitag, 27. Juli 2012

Día de Padrón en Santiago

Was das nun heute mit dem nochmaligen Tag des Patrons auf sich hat habe ich nicht herausbekommen können. Auf jeden Fall sind Heerscharen von Pfadfindergruppen unterwegs, belagern die Stadt und machen überall ihre Singspiele.

Um 12:00 Uhr war ich zur Führung Cubiertas de Kathedral, also über die Dächer der Kathedrale. Es war eine eindrucksvolle Sache mit wunderschönen Ausblicken über die ganze Stadt. Allein die Tatsache, dass fast alle Dächer mit Treppen versehen sind, die es einem ermöglichen darüber zu laufen, finde ich sehr interessant und kenne das sonst von nirgendwo.

Die Bilder zeigen ein wenig davon.

Am Nachmittag werde ich mich noch ein wenig durch die Stadt treiben lassen.